Tarifvertrag hotel und gaststättengewerbe bayern

Im Teilbereich Catering dauerte der mit Abstand größte Streikstreit der Branche von Oktober 2005 bis April 2006 sechs Monate und beschäftigte die Mitarbeiter des Airline-Caterers Gate Gourmet in Düsseldorf. Der Streik, der nationale Aufmerksamkeit erregte, fand gegen Pläne zum Abbau von Arbeitsplätzen statt und betraf Fragen der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen. Es endete schließlich mit einem Kompromiss, der eine Reihe kollektiv vereinbarter Mindeststandards für die Arbeitnehmer sichert. BdS hat keine OT-Mitgliedschaft. Seit 2010 erlaubt der BdS seinen Mitgliedern, alternativ Einzelarbeitgeberverträge mit der NGG abzuschließen. Während der Tivoli und andere Restaurants im Garten, eine wichtige Touristenattraktion, Vereinbarungen mit 3F und anderen Gewerkschaften haben, weigerten sich die Fast-Food-Restaurants in der Food Hall nach langwierigen Verhandlungen zu unterzeichnen. Der BDS berichtet in seinem Geschäftsbericht 2009/2010, dass er in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen mehrere Wettbewerbe für Auszubildende unterstützt, die den Beruf des “Spezialisten für Systemgastronomie” (Fachmann/-Frau für Systemgastronomie) erlernen. Seit 2008 unterstützt der BdS eine spezielle universitäre Ausbildung zum Management in Hotel- und Tourismus- und Gastronomie- und Gastronomiemanagement. Während dieser Studien erhalten die Studierenden eine Ausbildung an einer Universität und nehmen an Ausbildungsprogrammen in Catering-Unternehmen teil. Arbeitsbedingte Belastungen durch Zeitdruck gehören zu den größten Gefahren, die von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) gemeldet werden. Ein wesentlicher Grund für Stress ist laut NGG die Unterbesetzung.

Die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe sind ebenfalls erheblichen ergonomischen Risiken ausgesetzt, die mit körperlichen Belastungen verbunden sind, die durch permanentes Stehen und Gehen und Arbeiten in heißen und kalten Umgebungen sowie der Exposition gegenüber Feuchtigkeit und Feuchtigkeit verursacht werden. Die amtliche Streikstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet über keine Arbeitskampfmaßnahmen in Hotels und Restaurants in den letzten vier Jahren (2007-2010). Es gibt seltene Fälle von Arbeitskampfmaßnahmen in diesem Sektor, und es gibt Jahre, in denen es überhaupt keine Arbeitskampfmaßnahmen gibt. Die NGG war nur gelegentlich in eine Reihe von regionalen oder ein-arbeitgeberübergreifenden Streitigkeiten im Hotelsektor verwickelt. Streikaktionen beschränkten sich im Allgemeinen auf Einpaarstunden oder Schichtunterbrechungen. Der Hauptgrund für diese Unterbrechungen waren Sackgassen bei den Lohnverhandlungen. Die Arbeitsbeziehungen im HORECA-Sektor zeichnen sich dadurch aus, dass die institutionalisierte Zusammenarbeit – sei es in Form von Tarifverhandlungen oder in Form von Betriebsräten – begrenzt ist. Während fast die Hälfte der Beschäftigten tarifgebunden sind, arbeitet nur eine kleine Minderheit der Arbeitnehmer in Betrieben, in denen ein Betriebsrat niedergelassen ist. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Arbeitsplätze klein sind und die Erwerbsbevölkerung stark fragmentiert ist. Dies macht es für die Gewerkschaft besonders schwierig, eine nachhaltige Präsenz in einer großen Zahl von Betrieben aufzubauen. Der mit Abstand größte Arbeitgeber- und Gewerbeverein ist die DEHOGA, die kleine und mittlere Unternehmen vertritt, von denen sich in den letzten Jahren eine unbekannte, aber vermutlich wachsende Zahl entschieden hat, sich aus den sektoralen Tarifverhandlungen zurückzunehmen.

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